ENTWICKLUNG DER LANDSCHAFT


 
     

Ohne Zutun des Menschen wären im Projektgebiet überwiegend Eichen-Buchenwälder und in höheren Lagen Buchen-Tannenwälder anzutreffen. Erst durch die Rodung der Wälder am quelligen Hangfuß entwickelten sich bei regelmäßiger Nutzung großflächige Niedermoore und nachfolgend Streuwiesen.

Diese Rodung setzte im Untersberg-Vorland bereits frühzeitig ein. Zwischen 800 und 1100 n. Chr. verschwanden nördlich der Alpen die zusammenhängenden Waldflächen und machten dem heute so gewohnten, abwechslungsreichen Landschaftsbild Platz.

Zu dieser Zeit wurden in der Gemeinde Großgmain „Schwaigen“, d. h. ganzjährig bewirtschaftete Güter mit Schwerpunkt auf Viehzucht angelegt. Auf weitere Rodungen im 13. und 14. Jhd. deuten Flurnamen wie "Holzeck" und "Buchegger" hin.

Wegen der Lage am nördlichen Alpenrand und der daher bedingten hohen Niederschläge wurde das waldfreie Land schon früh überwiegend als Grünland zur Futtergewinnung genutzt. Mit Aufkommen der Düngerwirtschaft ab der zweiten Hälfte des 19. Jhd. verloren die nassen, sauren Wiesen ihre Bedeutung als Futter. Seither wurden sie verstärkt zur Gewinnung von Einstreu genutzt.

Der Untersberg…