WALDRÄNDER UND WALDBEWIRTSCHAFTUNG


 
     

Die Raupe des Eschen-Scheckenfalters benötigt für ihre Entwicklung Waldrandsituationen mit bestimmten Eigenschaften. Früher waren solche Lebensräume als „Nebenprodukt“ der extensiven, kleinräumigen Waldbewirtschaftung sehr häufig. Mit Einzug der modernen Forstwirtschaft sind diese Biotope jedoch selten geworden.

Im Zuge des LIFE-Projektes ist vorgesehen, diesen wichtigen Lebensraum des Eschen-Scheckenfalters wieder zu fördern oder neu zu schaffen.


Optimierung von Waldränder für den
   Eschen-Scheckenfalter


Als erste Teilmaßnahme sollen insgesamt 3,5 km standörtlich geeignete Waldränder gemäß den Ansprüchen des Eschen-Scheckenfalters umgestaltet werden.


Neuer Lebensraum für den
   Eschen-Scheckenfalter durch traditionelle
   Waldbewirtschaftung

Der Eschen-Scheckenfalter ist ein sogenannter „Schlagflurhüpfer“. Der Schmetterling nutzt kleine, feuchte Waldlichtungen mit Eschenverjüngung und wandert mit zunehmendem Aufwuchs von Gehölzen zur nächsten Lücke weiter.

Gemeinsam mit den Grundeigentümern werden nun wieder neue kleine Lichtungen
(sog. Kleinfemellöcher, die der Verjüngung des Waldes dienen) geschaffen. Durch künftige zeitlich und räumlich gestaffelte Nutzung soll ein strukturreiches und dynamisches Waldmosaik entstehen („dynamisches Lückensystem“), das dem seltenen Schmetterling auf Dauer ein Überleben sichert.


Schaffung eines Habitatverbundes

Ein Kontakt zwischen den einzelnen Schmetterlingsvorkommen ist für ein dauerhaftes Überleben der Tiere zwingend nötig. Um ein „Wandern“ der Tiere in neue Lebensräume zu ermöglichen werden entlang bestehender Verbindungslinien z.B. an Waldwegen, strukturreiche Waldmäntel angelegt bzw. optimiert.

Artenreiche, gestufte Waldränder –
Lebensraum für zahlreiche Schmetterlinge