|
Rund 70 verschiedene Tagfalterarten finden im Untersberg-Vorland eine Heimat. Gut ein Drittel davon ist in ihrem Fortbestand gefährdet und daher national oder international geschützt. Der „Star“ unter ihnen ist der Eschen-Scheckenfalter. Der seltene Falter besitzt im Natura 2000-Gebiet eines seiner letzten bedeutenden Vorkommen in ganz Mitteleuropa!
Schmetterlingsarten im Projektgebiet mit europaweiter Bedeutung (geschützt nach Anhang II bzw. Anhang IV FFH-Richtlinie)
Eschen-Scheckenfalter (Euphydryas maturna) Der Eschen-Scheckenfalter ist sehr anspruchsvoll. Zur Fortpflanzung benötigt er windgeschützte, gestufte Waldmäntel oder kleine Waldlichtungen mit „subtropischem“ Mikroklima. Wichtig für das Überleben der Art ist die Esche (Fraxinus excelsior), die als Eiablagepflanze und Nahrungspflanze der Jungraupen eine zentrale Rolle spielt. Die erwachsenen Tiere fliegen etwa im Juni und besuchen Blüten von Sträuchern oder magerer Streuwiesen.
Abbiß-Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) Lebensraum des Schmetterlings sind besonders magere Streuwiesen mit lückiger, niedrigwüchsiger Vegetation. Die Raupen leben ebenfalls in diesen Wiesen und ernähren sich hauptsächlich von den Blättern des Teufelsabbiß (Succisa pratensis). Flugzeit des Falters ist von Mai bis Juni.
Heller Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Maculinea teleius) Den kleinen Falter aus der Familie der Bläulinge trifft man nur in Feuchtgebieten mit reichem Bestand an Großem Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis) an. Diese Pflanze ist sehr wichtig für die Fortpflanzung des Schmetterlings. Auf ihr findet die Paarung statt, die Eier werden auf den Blütenköpfen abgelegt und die purpurrot gefärbten Raupen fressen hier. Im Herbst werden die halberwachsenen Raupen von Ameisen in ihre Nester getragen und überwintern dort. Zu beobachten sind die ausgewachsenen Falter im Vorland des Untersberges zwischen Mai bis Juni.
Gelbringfalter (Lopinga achine) Der Gelbringfalter ist durch seine charakteristische Zeichnung, die großen gelbumrandeten Augenflecken auf den Ober- und Unterseiten zu erkennen. Die Art lebt in lichten, strukturreichen Mischwäldern und deren Mänteln. Von Juni bis Juli sind sie dicht am Rande der Sträucher der Bäume zu beobachten.
|